Flie�fertigung bei Ford, nach dem Vorbild der Schlachth�fe in Chicago.
Fließfertigung bei Ford

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte Henry Ford nach dem Besuch eines Schlachthofes in Chicago, durch Adaption des dort eingesetzten Förderbandes, das Fließbandprinzip für die Automobilfertigung. Er revolutionierte dadurch seinerzeit die Herstellung von Fahrzeugen und begründete die moderne Massenproduktion. Dies kann als eines der ersten Beispiele für systamtische Adaption auf Basis eines Vergleichs - also Benchmarking - angesehen werden.

Erste systematische Betriebsvergleiche wurden Mitte der 20er und 30er Jahre im Handelssektor durchgeführt. Hierbei lag jedoch ein starkes Augenmerk auf dem Vergleich von Kostenstrukturen und Bilanzdaten.

Die amerikanische Firma Xerox setzte Anfang der 80er Jahre eine besondere Form des Betriebsvergleiches um, in dem sie sich auf den Vergleich von Prozessabläufen konzentrierte. Das Unternehmen konnte den Preis der japanischen Konkurrenz nicht unterbieten, die ihre Produkte unter den Selbstkosten von Xerox am Markt anboten. Nachdem erhebliche Umsatzeinbußen verbucht wurden, verglich sich der Konzern hinsichtlich der Kosten- und Produktstrukturen. Jedoch wurden keine gravierenden Mängel identifiziert. Der Wettbewerbsnachteil wurde in der Folge auf prozessuale Defizite zurückgeführt. Erstmalig verglich sich Xerox auf Prozessebene mit einer japanischen Tochtergesellschaft und erkannte, dass die Unterschiedlichkeit der Prozessabläufe die höheren Durchlaufzeiten und somit auch höhere Kosten verursachte. Diese Erkenntnis und der daraufhin bei Xerox systematische weiter entwickelte Vergleich auf Prozessebene, stellt den Ursprung der Managementmethode Benchmarking dar. 

Mit Etablierung des Benchmarkings, das vorrangig durch die Studie bei Xerox voran getrieben wurde, werden heute also nicht nur Produkte, sondern vielmehr auch Prozesse, Methoden und Funktionen eines Unternehmens verglichen.